Seit 1. Dezember 1984 bietet der ORF gemeinsam mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und der Schweizerischen Rundfunkanstalt (SF DRS) ein internationales deutschsprachiges Satelliten-Fernsehprogramm. Seit dem Beitritt des Ersten Deutschen Fernsehens (ARD) Ende 1993 sind alle vier öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten des deutschen Sprachraums an 3sat beteiligt.
Das Schwergewicht liegt auf Kultur und Information. Theater, Oper, Ballett, Konzertübertragungen, Magazine und Dokumentationen aus Österreich werden via 3sat einem internationalen Publikum zugänglich.
ORF-Sendungen, die von 3sat live oder zeitversetzt übernommen werden sind u. a. die "Mittags-ZiB" sowie die "ZiB 2", "Report", "Thema", "Am Schauplatz" und den ORF-Kulturmontag. Seit Herbst 2006 übernahm 3sat auch das ORF-Wissenschaftsmagazin "Newton".
Fixer Bestandteil des 3sat-Programms sind Beiträge des ORF zu den täglichen Magazinen "kulturzeit" und "nano".
Nach erfolgreichem Start 2011 präsentiert die wöchentliche ORF-3sat-Reihe "über:morgen" die großen Themen der Zukunft in spannenden Beiträgen und Dokumentationen. Auf dem Programm stehen Fragen der Energieversorgung oder des Umweltschutzes, Veränderungen in unseren Alters- und Sozialstrukturen, Fragen der Migration und des Umgangs mit der Armut sowie die Themenkreise Bildung, Mobilität und Wirtschaft.
Zum Auftakt des Liszt-Jahres widmete sich ORF/3sat im Frühjahr einen Abend lang dem Leben des vor 200 Jahren im burgenländischen Raiding geborenen Komponisten, ein weiterer Schwerpunkt zu Franz Liszt folgt dann im Herbst 2011.
3sat widmet sich 2012 in 18 Thementagen bzw. Tagesflächen und mit 16 Schwerpunktprogrammierungen wieder wichtigen Themen unserer Zeit.
Der ORF plant im ersten Quartal 2012 unter dem Titel "Im Fokus: Russland" federführend eine Themenwoche im Vorfeld der russischen Präsidentschaftswahl am 4. März, die sich vor allem mit der Energiemacht Russland, dem politischen System Putins und den autoritären Entwicklungen, die in europäischen Hauptstädten mit Sorge beobachtet werden, kritisch auseinandersetzt.
Ebenfalls unter ORF-Führung wird sich ein Thementag dem 100. Jahrestag des Untergangs der Titanic am 15. April widmen und die bekanntesten Seefahrtkatastrophen der jüngeren Geschichte sowie die Wirklichkeit der heutigen Seefahrt analysieren, die aufgrund nautischer Gefahren und verstärkter Piraterie nur wenig sicherer erscheint als vor hundert Jahren.
Ein weiterer vom ORF gestalteter Schwerpunkt wird sich anlässlich ihres 50. Todestages am 5. August 2012 umfassend mit Marilyn Monroe beschäftigen.
Porträts und Spielfilme von ORF-3sat beleuchten 2012 Stefan Zweig (70. Todestag am 22. Februar), Arthur Schnitzler (150. Geburtstag am 15. Mai) und Gustav Klimt (150. Geburtstag am 14. Juli). Das Zweig-Jahr beginnt mit der ORF-3sat-Dokumentation "Der heimatlose Europäer - Stefan Zweig".
Auch die großen ORF-Kulturhöhepunkte sind 2012 wieder auf 3sat zu sehen: das "Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker", das 3sat wie schon heuer gleich am Tag nach der Aufführung sendet, die Eröffnung der Wiener Festwochen, die Eröffnungen der Salzburger und der Bregenzer Festspiele, die Tage der deutschsprachigen Literatur mit der Verleihung des Bachmann-Preises, der Life Ball und - traditionell im Fasching - eine Aufzeichnung von den Seefestspielen Mörbisch, in diesem Fall "Der Zigeunerbaron" aus 2011.
An ORF-3sat-Eigenproduktionen sind im kommenden Jahr unter anderem die Höhepunkte "Im Reich des Regenbogens" und "Kathedralen der Flüchtigkeit" von Gustav Trampitsch zu sehen. Die Filme behandeln in bewährter visueller und dramaturgischer Qualität die Kulturgeschichte der Farben und der Bahnhöfe. Die Produktion "Masdar City" von Eberhard Büssem gibt einen Ausblick auf die Energiezukunft der Welt. In der Dokumentation "Urban Mining" analysiert Günter Gretzmacher die Möglichkeiten von Recycling. Gundi Lamprecht dokumentiert in ihrem Film "Im Tal der tausend Götter" die umfassende Restaurierungsarbeit des Wiener Kunsthistorikers Eduard Sekler in den nepalesischen Königsstädten in den vergangenen 50 Jahren. Werner Zips bereist die Peloponnes-Halbinsel und beschreibt filmisch für 3sat die dortigen Oster-Traditionen. Werner Freudenberger gestaltet in "Zu Fuß ans Meer" einen visuell opulenten Wanderführer über die Strecke Villach - Triest.